Das Klavier
Es steht hier seit 11 Jahren und wartet darauf, das auf ihm gespielt wird. All die Zeit wo ich das ganze Zeug aus meinen Leben weggeworfen habe, bin ich nicht auf die Idee gekommen, mich von meinem Klavier zu trennen...
Gestern bin ich noch spazieren gegangen, ja gestern konnte ich noch laufen... weil mir Haschem was zeigen wollte. Das ist ein wenig schwierig, wenn man sich einen Klotz auf den Fuß gehämmert hat und eigentlich vor Schmerzen kaum laufen kann. Aber, der Fuß ist noch dran. Ich nenne es 'Wicked Games' und spiele weiter oder 'Stay and Fight' wie auch immer.
Wenn jemand meine Überschrift liest, dann braucht er nicht weiter zu lesen, dann ist alles längst klar. Es war NIODOM von Martin Kohlstedt. Der Name - kein Zufall. Denn Zufälle gibt es nicht. 44. Wenn einer mit meinen Zahlen nicht so richtig Bescheid weiß, soll er mal einen Chassid fragen. Ich bin auch ein wenig witzig, nicht wahr, sage, ich warte auf den Sohar und wer in der Kabbala lesen will, nur zu. Warum habe ich das gesagt? Weiß nicht, aus einer grundsätzlich ablehenden Haltung gegen jeden Kommerz, auch von Prominenten und dieser Art und Weise wie sie ihre Welt betrachten.
Das Stück NIODOM ist ein feinfühliges und gewissenhaftes Musikstück, in dem ganz viel Hoffnung mitschwingt. Aber nicht persönlich, für die Zuhörerschaft. Dem möchte ich mich anschließen, rettet, wen ich könnt, aber macht es schnell. Aber alle Geiseln müssen ingesamt nach Israel zurückgebracht werden. Gebt der Hamas den Lohn nicht, den sie nicht verdient. Warum haben sie denn die Mädchen zurückgegeben? Weil sie sich einer moralischen Übermacht gegenüber gesehen haben. Jetzt sind sie dabei, die Übermacht zu gewinnen. Bitte, gebt sie ihnen nicht.
Wenn ich den Eltern sagen würde, dass ihre Kinder nochmal sterben würden, wenn ihr dadurch das Thema Gaza beenden könntet... So was würde ich nicht mal denken, denn dann vergebe ich wieder Tränen - nein, ich möchte nicht, dass überhaupt einer stirbt. Und das diese Menschen als Opfer bezeichnet werden... na, wenn diese Person, diese Personen mit dieser Meinung irgendwann mal vor Haschem stehen und Er über sie entscheidet über die Antwort auf seine Frage: 'Und, wie warst du zu den Juden?'
Es gibt keine solche Opfer. Es gibt Opfer und Täter. Und die Auslegung. Und die Hellsichtigkeit. Alles und jeden, den ihr aus der Gesamtmasse der Geiseln entfernt, sei es durch ein Teilabkommen, sei es durch eine wochenlange Stillezeit, ist ein Sieg der Hamas. Das wäre er auch, wenn sich die Regierung selbst zerfleischt.
Warum das Arktische Licht? Immer solche Fetzen von irgendwas, was ich nicht entziffern kann. Marika Takeuchi ist eine Japanerin und sieht aus wie ein Engel. Da ist die 38, die mich seit einigen Tagen verfolgt. Aber wieder nicht allein. Sie spielt das, wozu ich keine Zeit habe. Ihr Bild verbirgt irgendwas, es wird immer etwas verborgen. So ist das bei den Kindern von Haschem. Es muss nicht immer Verrat sein, es sind oft die Facetten der unendlichen Liebe zueinander.
Wenn ich den Eltern sagen würde, dass was ihr Kinder wirklich sagen wollten, worüber sie ständig reden könnten - und es auch tun, ist die Liebe zu ihnen und dass sie sich nicht über Entscheidungen grämen sollen, das Leben ist da um gelebt zu werden...
Hört sich das an wie Abschiedsworte? Ich weiß es nicht. Und ich habe Angst, das zu schreiben oder weiter zu schreiben. Soll ich es stehen lassen? Und eine laute Stimme sagt in mir, ja, und du sollst alles stehen lassen. Sie ist so laut, dass sie die Lautstärke der Musik übertönt. Gestern abend ist da nichts gekommen. Also hat er oder sie bereits geschlafen und konnte nicht mehr lauschen, was ich hier so mache.
Was ich noch sagen wollte, die neue Seele, war nur kurz da, hat den Platz für den alten Meister freigemacht, der musste mir das Siddur aus dem Schrank zotteln. Aber Ljadi hat nicht gegen meinen dritten Absatz. Die Seele ist los und hat ihre ganzen Koffer hiergelassen. Na, da stehen sie trocken und sicher. Sie hätte sie auch nach Hause bringen können. Da sagt sie nichts dazu.
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Still. Ich hönnte rumspringen wie ein Flummi. Aber bitte, nicht eine Woche. Da hilft 'Amour' auch nicht mehr. Ich lebe noch, nur weil ich mal nichts sage. Ihr seid auch extrem selten so ruhig. Ich möchte auch nicht immer dasselbe erzählen.
Die meisten von euch sind Kinder in Dienste des Staates. Aber ihr habt noch ein Höchsten. Haschem. Und der scheint zu meinen, liebt, lebt und lasst euch nicht schwere Dinge auf die Füße fallen. Weil der Sinn nach gegenseitiger Liebe scheint zu brökeln in einem Land, in Seinem Land.
Gerade kommt mir ein ganz eigenartiger Satz über die Lippen. Zeigt der Welt, was es heißt, ein Land mit der eisernen Faust und unerschütterliche Liebe zu regieren. Zeigen wir es. Dazu gehört mehr, als ein kurzer Satz. Aber beginnen muss man irgendwo. Wir können das nicht ändern, was jetzt ist. Aber jeder Moment ist eine Gelegenheit, das Gute zu tun. (Ja, okay, der Meister ...).
Ihr macht immer Gutes. Über das Schlechte gibt die Welt mal besser, mal schlecht ihr Urteil. Und ich lasse über beide mein Kommentar. Dem Ersten aus Sicherheitsgründen. Dem Zweiten ... wegen Ljadi. Ich hatte eine andere Antwort und er hat nur geäußert, schiebe es auf mich. Aber auf einen Toten etwas schieben, das tue ich nicht. Ich bin doch nicht tot, er. Doch, ich. Er, ja klar, aber das was ich geschaffen habe, lebt noch. Tja, du willst also Chabad alles Schlechte über Israel in die Schuhe schieben... Nein, das sage ich jetzt nicht. Er, doch. Nun, sie kommen am besten damit klar. Willst du all deine Zeit alles Schlechte eine Staates in dich beherbergen bis du außerstande bist, das Gute zu sehen? Nein, will ich nicht. Dann schieb es auf mich. Ist das dein Opfer? Wenn du es so willst. Dann ist auch meines und wir haben den Kreis beendet. ... Das sagst du nichts mehr. Nein, du bist meine Schülerin. Compelled by Hashem.
Rede, rede, rede, raunt jemand in mir. Sie haben doch selbst gesagt wie das ist mit einem schlechten und einem guten Ratgeber. Ein Lacher in mir, ja, du willst nur gute Ratschläge geben, aber du bist anders. Weil du sie kennst ohne sie je kennengelernt zu haben. Still. Ich kann dich nicht mehr hören.
Fragt mich nicht, was Ljadi dazu sagt... auch ein guter Schüler.
Ein neuer Anfang, wo das Ende noch nicht erreicht ist.
Ich habe Angst, den Sohar zu lesen, ich habe Angst eure Schriften zu lesen. Aber da muss ich wohl durch.
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Ich möchte das hier nicht schreiben. Aber habt ihr euch mal überlegt, das nur an diejenigen, die sich darüber nicht im Klaren sind, was eine Terrororganisation im Grunde ist. Hamas hat kein Erbarmen mit den Terroropfern und sie nutzt jede Gelegenheit um doch noch zu ihrem Ziel zu kommen. In den Breitengraden und wer sich da als Zivilperson oder als Geisel aufhält, für den gibt es kein Erbarmen, wenn irgendwann - und so sieht es hier aus - die Mächte aneinanderstoßen. Die Hamas hat den Krieg gegen Israel begonnen und nicht umgekehrt. Israel wehrt sich, muss sich wehren - und das gegen die Weltmeinung. Alles, das was die Zivilbevölkerung jetzt tun kann, muss mit dem Wohle der eigenen Leute zu tun haben. Und nicht nur der Familie in engeren Kreis. Ich muss euch nicht sagen, dass die Hamas es nicht zulassen wird, dass alle Geiseln wieder den israelischen Boden betreten, weil das ihr Ende wäre. Was tut ein Böser, der nichts zu verlieren hat? Was tut er? Warum wollen denn die Seelen, die hier sind, die sich auf deutschen Boden befinden, nicht nach Israel zurück? Weil sie zornig sind. Weil sie euch den Spiegel nicht mehr vorhalten können. Es ist doch egal, wenn man etwas macht, das ein anderer auch so macht. Der Sinn und die Absicht entscheiden über das, was sich daraus ergibt. Ihr Erwachsenen übt Kritik an der Regierung, was sie mit euren Kindern machen. Und ihr? Wer übt Kritik mit euch, was ihr euren Kindern antut? Die Frage könnte man auf der ganzen Welt stellen.
Warum müssen Kinder für uns in den Krieg gehen, und sie tun es und das mit vollem Bewusstsein. Haben sie es nicht verdient, dass man ihnen Respekt zollt für ihr Leben. Sie wollen nicht in Angst leben, wollen sich nicht daran gewöhnen, dass immer ein Attentäter auf ihrer Spur wartet. Aber das wisst ihr alles, nur im Zuge des Protest und in der Rechts-Kritik hat irgendwie der nichts mehr zu sagen, der allein ist. Solidarität? Das Wort hat Schule gemacht und ist genauso ausgehüllt wie die Verträge die ohne Interessenabwägung entstanden sind. Tja, es hätte ja auch nie jemand damit gerechnet, dass der Untergebutterte irgendwann mal erwachsen wird.
Frieden muss erkämpft werden. Egal wie. Die vorherigen zwei Absätze sind wirklich nur für die, die den Wald vor lauter Bäume nicht sehen. Dieser Spruch kann positiv wie auch negativ sein. Er wird hier nicht bewertet, weil jede Handlung, die ein Mensch vollzieht auch eine Abwägungsentscheidung seines Selbst ist. Haschem liebt euch wie ihr seid, aber wir alle leben nicht autark.
Wenn wir das würden, wäre nicht vor sechs Wochen ein kleiner Wicht die Straße entlanggeflitzt und hätte nicht geschrien. Er hätte die Sache ganz ruhig angehen lassen. Aber wir alle, ob Mensch oder Tier wissen, dass unsere Zeit knapp ist. Der Hamas ist jeder israelische Bürger, der tot ist oder stirbt, egal, völlig egal. Zeigt euch, dass ihr euch nicht selbst egal seid.
Sonntag, 24.08.2025