Utopische Literatur
Der wahre und treue Tôh, egal wer er ist und wo er herkommt, hält das Erijeh immer in seinen Händen. Eine Kugel. Um sie dreht sich alles wie ein Kreisel, eine welle, eine Spirale und sehnt sich nach einem schönen Leben.... Wenn man das Glück in der Hand halten würde, könnt man es sehen?

Gebunden durch den Zweck

Ich habe zum ersten Mal das Gefühl, so etwas wie Stärke dadurch zu bekommen. Es ist noch kein Stolz, denn dafür müsste man etwas geschafft haben. Ich habe nur Hüte aufgestellt. Das was mein Zweck ist, das liegt immer noch im Dämmer von Haschems Weisheit. Aber Er lässt so Fäden rieseln, die sehen kann, wer sieht.

Ich habe in den letzten Tagen ein Spruch gehört, der zeigt, dass die Menschen nicht wissen, was beten wirklich bedeutet. Beten ist die Verbindung mit Haschem, die direkte, unmittelbare Verbindung zu allem, was man sich rechtschaffend und mit aufrichtiger Seele wünscht. Wenn man laut ruft, dann wird man gehört - das steht immerzu in den jüdischen Schriften.

Aber was man ruft, das ist ausschlaggebend.

Nicht ein großes Auto, nicht genügend Geld - was man braucht, das erreicht man irgendwann.
In der Reinheit der Seele bekommt man nur wieder Reinheit. Wenn man ruft, hilf ihnen, dann hilft Er ihnen, aber nicht, indem Er irgendwann den Strom wieder angehen lässt, wo die Sonne gerade die Sicherungen zerfetzt hat, sondern in der Eile, die Kinder in Sicherheit zu bringen. In der Aufmerksamkeit, mit der sie alles betrachten und in der Geschwindigkeit, in der sie zur Fehlerlösung beitragen. Man könnte sagen, ja, das ist alles ihr Bier. Ist es auch. Aber das Auto, das umgestürzt ist, ist nur eine Warnung gewesen. Die Propaganda, dass es ein Wunder gewesen ist, ist nur ein Wink, darüber nachzudenken. Das Reden, dass sie es verstehen, ist nur der Versuch es ihnen beizubringen und das am Feind vorbei - vor seinen Augen, seinem Gehör. Direkt vorbei. Wo die Kraft herkommt und dass sie davon noch mehr brauchen.

Wenn jemand eine ganze Herde befehligt, dann macht es nicht durch Gewalt, durch Drohung, durch Hochheben der Elite - das macht er es durch Weisheit und durch Geduld und ebensolche durchdringende Stärke gegenüber dem Feind. Er meidet ein Missverhältnis im Inneren und er ist immer auf Ruhe in den eigenen Reihen aus. Er ist ein Dschingis Khan.

Ich weiß, das er das ist, denn ich bin gebunden durch den Zweck. Wenn ich die Person nicht zu ihnen schicken kann, was ich würde, ich würde ihnen jede Seele schicken, die in mich einkehrt, wenn ich das nicht kann, dann schreibe ich und bete, dass der Höchste, der Ewige ihnen hilft und sie nicht allein lässt. 

Immer auf seine Sinne hören, dann hört man einiges. Ich bin heute früh eilig aus dem Bad heraus in mein Zimmer, ich weiß nicht warum. Und da lag mein kleiner Wicht eingekeilt in den losgelösten Gurt der Decke, er lag nur so da und hat geröchelt. Ich bin hin und habe meinen jungen Kater vor dem Ersticken gerettet. Fazit: Drei Decken müssen in den Abfall. Die Warnung, das das passieren könnte, die habe ich gehört, aber mir nicht dabei gedacht. Heute die Strafe. Ich bin heute nicht mit ihm rausgegangen. Der Gurt liegt am Hals. Die Gelblocke bleibt solange bei mir, bis Haschem seine Seele wieder holt. Aber heute noch nicht.

Ich habe oft Angst, weil mich das Wechseln der Schichten so durcheinander bringt. Immer die Frage, wieso soll ich dich heute in Ruhe lassen? Weil ich früh aufstehen muss. Da sitze ich da wie ein bescheuertes Kind und gehorche einem Befehl, ihn in Ruhe zu lassen. In der Nacht, sie war kurz, Entschuldigung. Die Antwort, ich war schon fast wach. Wie um 2 Uhr früh? Ach, die Stunde. Die Frage, warum stehst du immer so früh auf? Die Antwort, die Stunde. Es ist gar nicht so früh. Wenn es so ist, dann ist das durch Haschem gewollt und alles, was Er will, muss Ihm erfüllt werden.

Ich bin gebunden durch den Zweck. Ihr seid gebunden durch ein Bund, der lange vor eurer Zeit geschlossen wurde. Ihr könnt sage, ich fühle mich nicht mehr daran gebunden. Einerlei. aber solange noch einer sich daran gebunden fühlt, bin auch ich gebunden.

Und es fühlen sich von euch eine Menge gebunden, so sehr, dass eine Seele gerufen hat, ja, nimm mich, bitte nimm mich, ich kann dir helfen. Ich habe sie genommen. Vor Kraft kann ich kaum laufen, es ist wie mit der Trauer. Von so etwas fast weggehauen zu werden, das ist schon eigenartig. Nur: Gott, teuer König. Höre Israel, der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einzig - ist das Einzige, das hilft.

Gebete sind das Einzige, das hilft. Man muss es nicht, aber ich kann auf euch nicht verzichten, so wie eine Seele nicht auf die Pferde verzichten kann und so eine ganze große Familie dazu anhält, Tränen für sie zu vergeben. Obwohl ich die Pferde, so groß wie ich, einfach beängstigend finde, so rieche ich sie immer, muss immer hin und wenn ich dann vor ihnen stehe, vergebe ich Tränen und weiß nicht, wieso.

(... Ja, ich weiß es und ihr wisst es auch.)

Der Gedanke. Nur dieser Gedanke, der wie ein Tsunami über mich hinwegpfeift. Das heißt, gebunden zu sein. Ob ich da jemals zugestimmt habe. Es ist egal und einerlei. Es ist jetzt so!

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Montag, 18.08.2025, 18.11 Uhr

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